Entstehung des Waldorfkindergartes

„Ein Einzelner hilft nicht,

sondern wer sich mit Vielen

zur rechten Stunde vereinigt“

(Goethe, aus „Das Märchen“)

Sommer 1989 Aushang einer Adressenliste von Frau Tiarks in ihrem Geschäft in Melle mit dem Wortlaut: „Ich inter­essiere mich für die Gründung eines Waldorfkindergartens in Melle“.

„Zufälliger“ Kontakt zwischen Marie-Luise Tiarks und Doris Heese, einer Waldorfkindergärtnerin aus Bielefeld.

Um Pfingsten 1990

Besichtigung des Waldorfkinder­gartens in Bielefeld von einigen Eltern. Daraufhin Gründung eines wöchentlichen Gesprächskreises zur Erziehungskunst Rudolf Steiners und der daraus entstandenen Wal­dorfpädagogik unter Anleitung von Doris Heese. Aus dieser Arbeit erwuchs der Wunsch nach einem Waldorfkindergarten im Raum Melle.

1990 Melle – Küingdorf

Schaffung eines kindgerechten Raumes im Haus des Ehepaars Heese. Aus finanziellen Gründen wurde die Einrichtung von Eltern mit gebrauchten kleinen Tischen und Stühlen, selbstgefärbten Bettlaken und einfachem, selber hergestelltem Spielzeug eingerichtet. Als auch der Garten einen Zaun und einen schö­nen großen Sandkasten in Eigen­arbeit bekommen hatte, konnten die ersten Kinder mit ihren Eltern (meist Müttern) einziehen, zunächst einmal wöchentlich.

1991

Gründung des „Verein zur Förde­rung der Waldorfpädagogik im Grönegau e. V.“ als Voraussetzung für die Schaffung eines „richtigen“

Waldorfkindergartens.

Ab Juli 1992

Einmal wöchentlich eine Eltern­Kind-Gruppe und viermal wöchent­lich eine „Kindergartengruppe“(privat, Erzieherin und eine Mutter).

Schon jetzt Planung eines Neubaus für zwei Gruppen für 50 Kinder, obwohl erst 10 Kinder in der Gruppe waren.

Gründung eines Baukreises, bestehend aus Vereinsvorstand, Eltern und Erzieherin. Anmietung einer Wohnung in Kru­kum in einem alten Bauernhaus für die Übergangszeit bis zum Neubau, wiederum von Eltern und Freunden renoviert. Mit Doris Bußmann wurde eine weitere Erzieherin eingestellt.

Sommer 1994

Offizielle Anerkennung des (Vorlauf)-Kindergartens in Krukum mit großem Fest.

9. August 1996

Grundsteinlegung und Richtfest des Waldorfkindergartens in Melle.

Erstellung des neuen Gebäudes durch Handwerksbetriebe und der Eltern, die beim Sägen des „Mond­holzes“ für den Dachstuhl, der Bepflanzung der Ausgleichsflächen für den Bau (rund um das Kindergar­tengelände), bei den umfangreichen Malerarbeiten und der Anlage des Gartens mitgearbeitet haben.

Februar 1998

Einzug in den neuen Waldorf­kindergarten.

Im April entsteht die zweite Kinder­gartengruppe mit Uta Boes und Cornelia Blochel. Wegen des starken Interesses wurden schon bald zwei, später drei Eltern-Kind-Gruppen angeboten, in denen sich einmal wöchentlich Eltern mit kleinen Kindern trafen, um die Waldorf­pädagogik kennen zu lernen. Sie wurden – wie schon in Krukum – von Christiane Nowak geleitet.

Im September 1998

Aufnahme in die Internationale Vereinigung der Waldorfkinder­gärten.

Diese wurde mit einem großen Ein­weihungsfest gefeiert. Vielen Besu­chern dürfte der Anblick des wunder­schönen Regenbogens in Erinnerung geblieben sein, der am Abend dieses schönen und bedeutungsvollen Tages nach einem kräftigen Gewitter­schauer in einem großen Halbkreis über dem Kindergarten stand.

2000 bis 2004

Mit Beginn des Kindergartenjahres 2000 wurde im Kindergarten eine Integrationsgruppe eingerichtet, zunächst mit einer Einzelintegration, später mit zwei bis drei Integrativ-Kindern.

Kurze Zeit später Einrichtung einer Kleinkindgruppe im heutigen Thera­pieraum. Wegen der großen Nach­frage erfolgte ca. zwei Jahre später nach einem Umbau ein Umzug in die größeren Dachgeschossräume. Seitdem wird der kleinere Raum für Einzeltherapien genutzt.

2003

Gründung der Freien Schule Melle durch Kindergarteneltern.

2004

Das 10-jährige Bestehen wird mit den nun schon „ehemaligen“

Waldorfkindergarten-Gründern, Eltern und Kindergartenkindern – jetzt Schulkindern – groß gefeiert.

2010 Neubau eines Krippenhauses, um dem Bedarf an Betreuungsplätzen für die ganz kleinen, unter dreijähri­gen Kinder nachzukommen.

Eine ausführliche Beschreibungder Entstehungsgeschichte fin­det sich in dem Heft „10 Jahre Waldorfkindergarten Melle“, das im Kindergarten ausgeliehen werden kann.

Doris Heese

Marie-Luise Tiarks

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Waldorfkindergarten Melle

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49324 Melle

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